Wanderungen durch die Eifellande

Zwei Wandersleut' unterwegs zwischen Maaren, Wäldern und ländlicher Lebensart. Nicht immer ganz ernst gemeinte Erfahrungsberichte von Wanderungen, Laufstrecken und Veranstaltungen in der Vulkaneifel und der näheren Umgebung! Unser Motto: Eifelwanderer sind immer vorn! IMMER VORN!

Monday, July 14, 2008

Eifelwanderungen-Wandertag: Das Ahrtal



"Neun Freunde sollt i
hr sein!"



Kurz nach 10 Uhr starten wir dann am Ahrweiler Bahnhof... Um fest zu stellen, dass das Wetter langsam umschlägt... Aber echten Eifelwanderern machen so ein paar Tröpfchen nichts aus.

Mit kurzem Zwischenstopp in Bachem (00) gehts dann der Ahr entlang nach Waldporzheim, dort wechseln wir auf die rechte Ahrseite (Eifelseite). Der schmale von Bäumen beschattete Uferpfad lässt nur ein in Reihe gehen zu, aber so - weniger abgelenkt von Gesprächen - haben die Beteiligten ein wenig Gelegenheit sich noch einmal auszumalen, was heute noch alles bevorsteht...

Und Markus will es direkt wissen: Machen wir die Bergetappe in einem Rutsch (steil in Serpentinen) oder lieber ein langsames Antesten??? Es war nicht anders zu erwarten, einstimmig machen wir es auf die "harte Tour"... Höhenmeter um Höhenmeter erklimmend, unterzogen wir bei 100 % Luftfeuchtigkeit (leichter Nieselregen) unsere Schweißporen schoneinmal einem rudimentären Funktionstest... Und Christian und Willi bewiesen sich als echte Eifelwanderer... Zahnradbahn-gleich in stetigem Schritt zogen sie allen voran den Berg hinauf...

Eine dreiviertel Stunde später wartete schon die verdiente Belohnung... Der Krausberg mit seiner umwerfenden Aussicht, einer vom Eifelverein liebevoll und gleichsam funktionell angelegten Rastmöglichkeit ... und das Proviant-Auto.

Brötchen, Fleischwurst, Pfefferbeißer und Th. Simons beste Auslese (Stubbi) wurden gereicht. Wer hätte gedacht, dass eine einfache Mahlzeit unter freiem Himmel so befriedigend sein kann...?! Anscheinend waren noch nicht alle ausgelastet, denn der Kinderspielplatz wurde emsig genutzt. Markus und Thomas beim Karussell-Schnelldrehen, Marion beim Rutschen... Gut, dass wir fast alleine da oben waren... *kopfschüttelundinrohesserbeiß*

Gruppenfoto... ...und Aufbruch bzw. Abstieg nach Dernau. Jetzt kam es dicke von oben. Das war mehr als die von Kachelmann prognostizierten 10-Millimeter-Niederschlag... Aber dafür gabs ja die Regenjacken.. Und so schnell wie es angefangen hatte zu regnen, hörte es auch wieder auf. Die Eifelseite des Ahrtals (Schattenseite) hatte uns noch einmal ihr wahres Gesicht gezeigt. In Dernau wechselten wir bei der Winzergenossenschaft die Ahrseite.

Noch schnell die Rauchwaren aufstocken und den zweiten Anstieg des Tages in Angriff nehmen. Wir wollten es wieder wissen, und kürzten ein paar Kurven des Rotweinwanderweges ab... will heißen wir nahmen die Route parallel zu den Weinreben. 45 % Steigung. Kurz und schmerzhaft erreichten wir wieder die Reisehöhe von 250 Metern ü.NN. Zunächst sah es nicht so aus, als ob die sonnen verwöhnte Ahrseite ihrem Ruf alle Ehre machen wollte... Doch nachdem sich endlich auch die letzte Wolke an der Sonne vorbeigequält hatte wurden wir vom herrlichsten Wetter hofiert.

Die noch grünen Weinbeeren an den Weinstöcken, die langsam reifenden Brombeeren, die letzten Rosen und das Kreisen von Weinbergsfalken vor der Kulisse des gänzlich in grün getünchten Ahrtales bei nun klarem Himmel in der warmen Nachmittagssonne... Angesichts dessen muss man einfach ins Schwärmen geraten!

Wir legten einen Zwischenstopp an der Moses-Quelle ein. Es wurde selbstgemachter Bananenkuchen gereicht (mit insgesamt vier in tief gefrorenem Zustand geschredderten Bananen, wovon Seppi nach eigenen Angaben gefühlter maßen alleine drei in seinem Kuchenstück hatte), mitgebrachte Buttermilch getrunken (Christian, du hast Ideen *g*) und ein wenig verschnauft.

Die Wahl des Rastpunktes war suboptimal, da wenig später die Eremitage folgte, die ich nun doch gerne einmal aufgesucht hätte (kein Tag an der Ahr ohne Wein). Diese Eremitage, die ich Jahre zuvor bei einer Wanderung einmal verflucht hatte, hätte mich diesmal doch gereizt, da es eine fast schon romantisch anmutende Weinlaube inmitten des Weinberges ist). Doch gesättigt und ausgeruht wie durch die kurz zuvor eingelegte Rast waren, war niemandem so recht nach Einkehr zu Mute... Folglich gings weiter...

Einige Karnevalslieder (danke Mirjam, danke Marion) später erreichten wir den bewaldeten Teil des Rotwein-Wanderweges... was nun wieder Vorbote des baldigen Endes dieser Streckenwanderung sein sollte, den direkt hinter dem Wald kann man schon die über Altenahr thronende Burg Are sehen...

Wir passierten noch einen Junggesellinnen-Abschied (eine Frau, acht Männer *stirnrunzel*) und stiegen schließlich zum Zielpunkt ab.

Ein unvergesslicher Moment bleibt sicherlich der Genuss des wohlverdienten finalen Weizenbieres am Altenahrer Bahnhof...

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